Über uns - Dioramen-Museum

Unsere Mission

Die Kunst des Dioramenbaus

Im Dioramen-Museum pflegen wir die Tradition des Dioramenbaus und bieten eine Plattform für Geschichtsinteressierte.
Unsere hochwertigen, historischen Figurendioramen im Maßstab 1/72 sind der Ausdruck unserer Leidenschaft für Kunst und Geschichte.

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Werden Sie Teil unserer Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treten Sie ein in die faszinierende Welt der historischen Dioramen und entdecken Sie unsere Sammlungen. 


Lassen Sie sich von unseren Ausstellungen inspirieren und erleben sie viele der besten europäischen Dioramen-Künstler, welche ihre historischen 1/72er Dioramen zur DIORAMICA präsentieren.

 

Wir sind ein Zusammenschluss  von Hobbyfreunden, welche Geschichte und Modellbau im Dioramenbau vereinen. Deswegen stellen wir Episoden der Geschichte, quer durch alle Epochen, von der Antike bis zur Gegenwart, im Diorama dar.

 

Es ist unser Anspruch, Geschichte dreidimensional begreifbar zu machen. Dioramen beschreiben die Geschichte besser als jedes Gemälde.

 

Wir haben den Maßstab 1/72 gewählt. Bei diesem Maßstab sind noch alle Details an den Figuren, den Fahrzeugen, der Architektur und dem Landschaftsbau sehr gut erkennbar und man kann komplexe große Zusammenhänge zeigen.

Dazu haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die geschichtlichen Zusammenhänge nach bestem Wissen zu recherchieren und diese auch 1zu1 im Maßstab 1/72 zu zeigen.

 

Also unsere Schaubilder werden mit der Figurenanzahl, der Dimension der Architektur und der Natur mit ihren topografischen Verhältnissen historisch genau im Verhältniss wiedergegeben.

Figuren, Gebäude, Fauna und Flora erstellen wir selbst, oder mit Freunden in einem internationalen Netzwerk von Hobbyfreunden.

 

Im Abstand von zwei Jahren, am letzten Septemberwochenende, veranstalten wir unsere große gemeinsame Ausstellung, die DIORAMICA.

Zur DIORAMICA kommen viele der besten Dioramenbauer aus Deutschland und dem europäischen Ausland zusammen, die sich dem Bau historischer Dioramen im Maßstab 1/72 verschrieben haben. 

 

Leider können wir ausserhalb unserer Dioramenmesse aus logistischen Gründen keine Öffnungszeiten für unser Dioramen-Museum anbieten.

Ausnahmen machen wir für kleine und größere Gruppen zur Besichtigung, nach Absprache. Hier haben Sie den Vorteil, durch die Ausstellung geführt zu werden. Wir freuen uns auf jeden Besucher.

 

Nutzen Sie bitte für Anfragen unser Kontaktformular. Herzlichen Dank!

 

Für den Verein Geschichte in Miniaturen:

 

 

 

 

Patrick Ullrich               Wolfgang Meyer

1. Vorsitzender              2. Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

Weitere Großdioramen sind beim Verein, "Geschichte in Miniaturen in Arbeit oder in Planung:

 

In Arbeit:

 

Kolin 1757 (4000 Figuren)

Postkutschenstation im Elsass, Napoleonische Epoche

Burg des Deutschen Orden 1329

 

In Planung:

 

Boxeraufstand China 1900

 

 

 

Baumaßnahmen, sowie Fortschritte und Bilder werden wir hier vorstellen.

     

Schlacht bei Kolin 1757

Work in Progress

Schlacht bei Kolin, 1757

Als Schlacht bei Kolin (auch Collin oder Kollin) wird die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich am 18. Juni 1757 im böhmischen Kolín bezeichnet, bei der Feldmarschall Leopold Joseph von Daun dem preußischen König Friedrich II., dem Großen, die erste Niederlage im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) beibrachte. Die Schlacht forderte rund 22.000 Tote und Verwundete.

Patrick hat bereits mit dem Diorama begonnen. Der Dioramentisch inklusive Beleuchtung ist schon gefertigt und steht schon in unserem Museum. Das Diorama wird 4,80 Meter x 1,80 Meter groß.

Es wird die Kämpfe rund um die Ortschaft Krzezor zeigen, es werden insgesamt ca. 4000 bis 5000 Figuren werden. Die preußischen und österreichischen Figuren werden extra für dieses Diorama in 3D entwickelt und gedruckt werden.

2500 Figuren und 400 österreichische Kavalleristen sind schon gedruckt und auch fertig bemalt worden. Der preußische Stab wurde freundlicherweise durch unseren Freund und 7-jähriger Krieg-Spezialisten, Rüdiger Fischer, modelliert und bemalt. Alles Exklusiv-Figuren!

Die Figuren wurden natürlich durch uns selbst gedruckt, bemalt wurden sie durch Auftrags-Maler.

Patrick hat das Gelände und Schlachtfeld vor Ort recherchiert, es wird wie immer eine Herausforderung werden, die Topografie, die Orts-Bebauung sowie die Felder, Wiesen, Wege und Hohlwege im Diorama darzustellen.

Alle Einheiten stellt Patrick, wie immer bei unseren Dioramen, im 1zu1 Verhältnis dar, mit allen Offizieren und Unteroffizieren in den historisch belegten Schlachtformationen.

Fertig werden soll das Diorama zur 6. Dioramica im Jahr 2028.

Wir werden über den Bau hier weiter berichten.

Poststation im Elsass

Napoleonische Epoche

 

Ursprünglich wollte ich für das Diorama „Master and Commander“ eine Umspannstation für die Royal Mail in England darstellen.

Durch die Verlegung des Schauplatzes diesen Dioramas von Cornwall,  hin zur brasilianischen Atlantikküste, konnte ich die wunderbar durch Peter Schuchardt in 3D gemasterte Postkutsche der Royal Mail erstmal nicht mehr nutzen. Marielyne Neurohr hatte diese exzellent mit vielen Details bemalt.

Da werde ich aber bestimmt noch etwas machen, dafür ist die Kutsche zu schön.

Dann fand ich aber die fantastischen durch Frank Ziegler händisch gemasterten französischen Generalstabsfiguren der Napoleonischen Epoche. Frank hatte auch schon die Zivilisten gemastert, welche ich als Reisegruppe verwenden wollte. Diese tollen napoleonischen Figuren möchte ich auf jeden Fall im Diorama verwenden.

So verlegte ich den Schauplatz von Cornwall ins Elsass nach Frankreich. Ich hatte das Glück, dass Roland Kupski meine eigenen napoleonischen Zivilisten, durch Andreas Hofmann händisch gemastert, schon wunderschön bemalt hatte. Also die Reisegruppe sowie das Personal der Umspannstation der französischen Post sind schon fertig, Figuren und so einige Nutztiere auch schon bemalt.

Auf den Schauplatz Elsass bin ich durch eigene Recherchen zum Fröschweiler-Diorama gekommen. Da konnte ich fast den ganzen Ortskern eines elsässischen Dorfes mit allen Bauernhöfen vermessen, studieren und im Maßstab 1/72 bauen. Dazu hatten wir damals auch die typische elsässische Dacheindeckung in 3D modellieren lassen. Da kann ich jetzt wieder drauf zurückgreifen.

Die Größe des Dioramas konnte ich auch festlegen, nämlich 1,20 Meter x 0,95 Meter. Ich habe diese Größe gewählt, weil sie problemlos genau in den Kofferraum meines PKW passte.

Das Diorama sollte die Umspannstation samt einer integrierten Herberge, mehrere Straßen bzw. Wege, einen Bachlauf mit einer Brücke, einen Weiher sowie die Gärten, Wiesen und Weiden beinhalten.

Die Poststation mit Herberge, Gesindehaus, Ställen und Scheunen sollte nicht größer als 0,50 Meter x 0,40 Meter werden, damit ich noch genügend Platz für die umgebende Natur habe.

Alle Gebäude, Straßen, Wege, Bach mit Brücke und Weiher sowie die gesamte Platte mit ihren topografischen Unterschieden werde ich natürlich selbst bauen. Eine eigene Bemalung der Figuren und der Tiere, das funktioniert leider bei mir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Die ganzen groben Arbeiten, die klappen noch.

Bei der Bemalung der Figuren und der Tiere helfen mir meine Freunde Roland Kupski und Andreas Gidom, wobei schon fast alle Figuren fertig bemalt sind.

Bei einer Post-Umspannstation, da braucht es natürlich Kutschen und Pferde. Um die Kutschen wird sich wieder unser Freund Peter Schuchardt kümmern. Er wird zwei verschiedene Kutschen in 3D entwerfen. Deswegen habe ich auch mehrere Fachbücher über französische Kutschen erworben, die auf dem Weg zu Peter sind.

Bei der Vegetation greife ich wieder auf die wunderbaren Künste meines niederländischen Freundes Jos Geurts zurück. Die Bäume von Jos veredeln schon viele unserer Dioramen im Museum. Als ersten Baum baut Jos mir eine alte Eiche, die direkt an der Umspannstation stehen wird. Es sollte eine außergewöhnliche Eiche werden. Jos hat deswegen den unteren Stamm aus einem abgestorbenen Buxbaum genommen, um den oberen Teil mit einem Drahtgeflecht zu vervollständigen.

 

Das Szenario:

Ich möchte also eine Postkutschen-Station als Dreiseit- oder Vierseithof in leichtem hügeligen Gelände, angesiedelt im Elsass. Mehrere Straßen treffen bei der Poststation aufeinander. Eine der Straßen führt mittels einer Steinbrücke über einen Bach.

Bei der Poststation ist gerade eine Reisegruppe mit einer großen Reisekutsche angekommen, die Pferde werden gewechselt. Während des Pferdewechsels vertreten sich die Reisenden die Füße und treffen hier zufällig auf den französischen Generalstab, der hier auch eine Rast eingelegt hat.

Es gibt auf dem Hof einen Schweinestall, Pferdeweiden sowie Gärten und Wiesen. Auch den Weiher möchte ich mit Schilf und Rohrkolben an den Ufern ausgestalten. Dazu überall viel Vegetation, Bäume, Sträucher und Büsche.

In und außerhalb des Hofes gehen die Bewohner ihrer Arbeit nach oder versorgen die Reisenden bzw. die französischen Soldaten mit Getränken.

Der Dioramenbau:

Als Unterbau des Dioramas verwende ich eine 8 mm Sperrholzplatte mit 6 cm untergeschraubten und geklebten Vierkanthölzern um eine Festigkeit zu erzielen, damit sich die Platte nicht verzieht.

Auf die Sperrholzplatte klebe ich mit Bauschaum eine 4 cm starke Styrodur Platte. Dieser Untergrund ist dann stark genug, um auch noch später ein Bachbett sowie einen Weiher in die Styrodur Platte einzulassen.

Ich werde den Bau des Dioramas mit Beschreibungen und Bildern hier in Zukunft begleiten und ergänzen.

 

Fröschweiler 6. August 1870

Das Diorama steht jetzt dauerhaft im Heimatmuseum in Froeschwiller/Elsass

Wenn wir zur 6. Dioramica auch noch das verliehene Fröschweiler-Diorama zurückgeholt hätten, dann wäre es für unsere Gastaussteller recht eng geworden. Es kommen ja auch noch weitere mittelgroße Dioramen hinzu. Das Fröschweiler-Diorama misst auch 4,00 Meter x 1,80 Meter.

So haben wir beschlossen, das Fröschweiler-Diorama der Gemeinde Froeschwiller im Elsass dauerhaft zu überlassen. Dort ist auch der richtige Platz für dieses Diorama. Es steht im Gemeindemuseum Froeschwiller, zusammen mit zwei kleineren Dioramen zur französischen und preußischen Artillerie, welche wir auch gefertigt haben.

Es steht im damaligen Gasthof in Froeschwiller, der damals auch hart umkämpft war, also das Diorama steht genau richtig.

Gezeigt wird das Zentrum der Hauptstraße mit der Schule, dem Schloss samt Schlosspark, dem Pfarrhof und der brennenden Kirche. Alles wurde original im Maßstab 1/72 nachgebaut. Tausende französische, preußische und bayrische Figuren bevölkern das Schlachtfeld. Die Topografie ist ebenfalls dem originalen Schlachtfeld nachempfunden. Weiterhin zu sehen ist der linke Flügel des großen französischen Kürassier Angriffs.

Wir überlassen das Diorama sehr gerne unseren französischen Freunden, die uns bei der Recherche mehr als geholfen haben. Dort wird es sehr gut durch Besucher und Besuchergruppen angenommen.

 

 

Großdiorama Fröschweiler, 6. August 1870


 

Im Jahr 2020 hatten wir die Idee ein Großdiorama zum Deutsch-Französischen Krieg 1870 zu erstellen. Das Modellieren der Figuren übernahm unser Freund Massimo Costa aus der Toskana.

 

Erstmal war aber wieder intensive Recherche angesagt. Unsere Wahl des Dioramen Ausschnitts fiel auf eine Szene der Schlacht bei Wörth im Elsass, am 6. August 1870. Hier war das Dorf Fröschweiler (Froeschwiller) im Zentrum der Schlacht.

Fröschweiler war damals, so wie heute auch ein kleines beschauliches Dorf mit etwas mehr als 500 Einwohnern. Das Dorf hatte eine kleine Kirche, ein 5 Jahre altes Schulhaus sowie das Schloss des Grafen von Dürkheim. Der Graf war aber zur Zeit der Schlacht nicht zugegen, aber seine Gemahlin mit ihren Söhnen war vor Ort.

Ein Glücksfall für uns war die „Fröschweiler Chronik“, welche der damalige Pfarrer Karl Klein über die Ereignisse rund um die Schlacht verfasst hatte. Ich habe mittlerweile 4 verschiedene Versionen dieser Fröschweiler Chronik. So, unter anderem auch die Jubelausgabe der Chronik mit den Illustrationen des Schlachtenmalers Ernst Zimmer. Es sind mehrere hundert Zeichnungen und Bilder, welche Ernst Zimmer nach den Beschreibungen des Pfarrers erstellte. Authentisch sind diese Zeichnungen und gut recherchiert, da der Maler Ernst Zimmer auch mehrmals selbst zur Recherche in Fröschweiler vor Ort war.

 

Das Dorf selbst bestand aus vielen Bauernhöfen, mit ihrer typischen elsässischen Dacheindeckung.

 

Für den September 2020 hatten wir uns zu einer Ortsbegehung verabredet. Im Vorfeld hatten wir Kontakt zum Fröschweiler Geschichtsverein aufgenommen. Damals wurden wir dann auch von einer Delegation dieses Geschichtsverein sowie dem Bürgermeister empfangen.

Diese Mitglieder des Geschichtsverein samt  Bürgermeister waren extrem hilfsbereit und von unserem Vorhaben begeistert. Das Verhältnis mit unseren französischen Freunden entwickelte sich sehr gut, wir bekamen im Laufe der letzten Jahre alle Hilfe zur Recherche. Wir verabredeten dann auch, das fertige Diorama für die ersten Jahre am Ort des Geschehens, in Fröschweiler selbst, auszustellen.

 

So kam es dann auch, wir konnten das Fröschweiler-Diorama fertigstellen. Ende April 2023 hatten wir es dann in Fröschweiler in einem extra dafür angelegten neuen Museum aufgebaut. Dazu kamen noch zwei kleinere Dioramen, einmal mit französischer Artillerie und einmal mit preußischer Artillerie. Da wir ja immer maßstäblich bauen, hätten die Artillerie-Batterien nicht aufs Diorama gepasst. Sie standen einfach zu weit weg. Die beiden kleineren Dioramen sind 1 Meter x 0,5 Meter groß.

 

Unser Hauptdiorama misst 4 Meter x 1,80 Meter. Es zeigt den Ortskern des Unterdorfes, mit der brennenden Kirche, dem Schloss des Grafen Dürkheim, der Schule, dem Pfarrhof des Pfarrers Karl Klein, sowie dem damaligen Gasthof. Der Gasthof ist heute Gemeindehaus, hier wird das Diorama zurzeit ausgestellt.

 

Die Recherche gestaltete sich sehr dynamisch. Besonders in den ersten Jahren nach der Schlacht gab es sehr viele bauliche Veränderungen. Verschiedene halb fertige Häuser für das Diorama mussten wieder geändert werden, weil wieder neue Dokumente in den Archiven gefunden wurden. Das war extrem spannend!

 

Die Recherche war sehr gründlich. Wir können sagen, dass wir sehr nahe an den baulichen Gegebenheiten vom August 1870 dran sind, wir hatten viele Baupläne von Kirche und anderen Höfen. Der Rest des dargestellten Dorfes wurde vermessen. Das Fachwerk wurde so gestaltet wie es wirklich war, jeder Balken an seinem richtigen Ort.

 

Das Diorama wurde auf vier Holzplatten von 1 Meter x 1,80 Meter aufgebaut. Mit Untergrund von Styrodur und Spachtelmasse. Die ganzen Bauten, Kirche, Schloss und Schule wurden aus Styrodur, die ganzen Fachwerk-Höfe aus selbsthärtender Knetmasse und Karton gebaut. Alle Bäume wurden von unserem Freund Jos Geurts aus den Niederlanden gestaltet. Verschiedene Bäume sind noch auf Fotos aus 1870 zu sehen, diese mussten dann auch so gebaut werden.

Die ganzen Zäune haben wir aus kleinen Hölzern selbst gebaut, es mussten Weinberge und Hopfen-Plantagen angelegt werden. Die Wiesen wurden mit dem elektronischen Begraser erstellt.

 

Beim Aufbau wurden noch einige Details hinzugefügt, so das ganze Nutzvieh sowie Kirchenbänke im Garten des Schlosses. Die Kirchenbänke waren vorher aus der Kirche entfernt worden, um Platz für die vielen Verwundeten zu schaffen. Auch dieses Nutzvieh, typisch in ihren Arten für das Elsass, wurden sorgfältig recherchiert. Lediglich die kleine Schafherde im Schlosspark war schon fertig. Der Schäfer befand sich während der Schlacht mit der Gräfin, dem Pfarrer, den Familien sowie dem Personal des Schlosses im Schlosskeller.

 

 

Das Szenario:

 

Für unser Fröschweiler-Diorama haben wir das nachfolgende Szenario gewählt. Durch die Dioramen Größe von 1,80 Meter x 4,00 Meter wurde schon einmal der Umfang des im Diorama Gezeigten festgelegt.

Den Ortskern Fröschweilers zu zeigen, war uns besonders wichtig. Dies war und ist auch heute noch die höchste Erhebung im Ort.

Wir wollten das Schloss, die brennende Kirche, den Pfarrhof, die Schule, den Gasthof, sowie alle angrenzenden Höfe und Scheunen der Hauptstraße in diesem Bereich darstellen. Das sind meist Fachwerkbauten, für uns Dioramen Bauer eine wunderbare Herausforderung. Wobei die Häuser und Dächer schon in einem zerschossenen Zustand sind.

Vom Plateau der Kirche und Schloss fällt diese Hauptstraße in zwei Richtungen ab, für ein Diorama ist diese Vorgabe sehr reizvoll.

 

Es gibt einen Schlosspark mit altem Baumbestand, weiterhin Weinberge, Hopfenfelder, Obstgärten, Gärten, Wiesen und Felder mit Bewässerungsgräben. Auch hier konnten wir uns im Dioramenbau austoben.

Neben dem Ortskern mit seinen Gärten gibt es die Wiesen und Felder in Richtung Süden, Richtung des Weilers Elsasshausen.

 

Unser Szenario haben wir in den Nachmittag des 6. August 1870 gelegt. Die preußische Armee greift aus Richtung Osten, aus Richtung Wörth an. Die bayrische Armee greift aus Richtung Norden, aus Richtung Langensulzbach an.

Die französische Armee hat sich auf Fröschweiler zurückgezogen. Sie verteidigt den Ort in Straßen- und Häuserkämpfen, sie kämpft in den Hopfenfeldern, den Weinbergen und Obstgärten des Ortes.

 

Es ist aber ein sinnloses Unterfangen, von allen Seiten dringen Preußen und Bayern in den Ort ein. Letztendlich können französische Turkos den Rückzug der Armee sichern, indem sie sich in verzweifelten Nahkämpfen, opfern. Dabei verlieren die Franzosen ihre Artillerie, ihre Mitrailleusen und große Teile ihres Trains.

Die verstopfte Hauptstraße mit dem französischen Train wird ebenfalls Bestandteil des Dioramas sein.

Von den Figuren her, werden wir auf die hervorragenden Zinnfiguren von Massimo Costa zurückgreifen können, die extra für dieses Diorama gefertigt wurden. Sie werden durch Black Watch Miniatures vertrieben und können dort geordert werden.

Es gibt französische Infanterie, Jäger, Zuaven, Turkos, Kürassiere, Generalstäbe zu Fuß und zu Pferd, Artillerie, Mitrailleusen.

Auch die bayrische Infanterie ist mit ihren Generalstäben vertreten.

Ebenso die Preußen, mit Infanterie, ihren Stäben und Artillerie.

Dabei sind alle Figuren aufeinander abgestimmt, richtige tolle Dioramen-Figuren!

 

Neben den Ereignissen im Ort möchten wir noch den Kavallerie-Angriff der Kürassier-Division Bonnemains darstellen, welcher sich auf den Wiesen, zwischen dem brennende Weiler Elsasshausen und Fröschweiler, abspielte.

 

Angriff der 2. Kav. Div. (Kürassiere) der Kavalleriereserve bei Elsasshausen am Nachmittag des 6. August 1870:

 

Nach dem Verlust von Elsasshausen wurde von der französischen Führung in Erwägung gezogen, dem gefährdeten rechten Flügel durch größere Gegenstöße Luft zu machen. Ein zu diesem Zweck eingeleiteter Infanterie-Gegenangriff scheiterte aber gänzlich.

Was der Fußtruppe nicht gelungen war, sollte jetzt die Reiterei versuchen. Dieses Ziel zu erreichen, war Aufgabe des Generals Vicomte de Bonnemains, der die aus den Kürassier-Regimentern 1, 2, 3, 4 bestehende 2. Kavallerie-Div. (der Kavallerie-Reserve) befehligte. Das Glück war ihm jedoch nicht hold, denn es erging den Kürassieren seiner Division nicht besser als jenen der Kürassier-Brigade Michel bei Morsbronn. Als der Befehl zum Angriff kam, stand die 1. Brigade (General Girard, Kür. Rgt. 1, 4) rechts vorwärts der 2. (General de Brauer, Kür. Rgt. 2, 3) in einer Bodenfalte, beide Brigaden befanden sich in geschlossener Eskadron-Kolonne.

Das Angriffsfeld war, wie bei der Brigade Michel, ganz ungünstig, weil zahlreiche Gräben und Bäume die Reitermassen an der Bewegung hinderten. Die zunächst angreifenden 1. Kürassiere (Schwadron Formation) wurden unter großen Verlusten von der preußischen Infanterie und Artillerie zur Umkehr gezwungen. Die weiter links angreifenden 4. Kürassiere durchjagten eine Strecke von 1000 Schritt, wurden aber ebenfalls auseinandergetrieben, ohne den Gegner gesehen zu haben. Ihr verwundeter Regimentskommandeur fiel dem 2. Bat. des Inf.-Rgt. 58 in die Hände.

Der zweiten Brigade ging es noch schlechter. Das in Regimentshälften attackierende 2. Kürassier Rgt. verlor außer fünf toten und vielen verwundeten Offizieren noch 129 Mann und 250 Pferde; beim 3. Kürassier-Rgt. blieb der Oberst, und die Verluste betrugen 7 Offiziere. 70 Mann und70 Pferde tot oder verletzt. Der Rest jagte nach allen Richtungen auseinander. Die prächtigen Regimenter waren dem deutschen Schnellfeuer erlegen, und mit Recht konnte der französische Befehlshaber, Mac Mahon sagen: «Frankreich hat keine Kürassiere mehr.» — Durch das Misslingen dieses Angriffs und das Nichteintreffen des sehnlichst erwarteten 5. franz. Inf. Korps wurde der Schlachttag zu Ungunsten der französischen Streitmacht entschieden.

 

Wir zeigen also im Diorama den linken Flügel der Kürassier-Attacke, der 2. Brigade, welcher sich an Fröschweiler anlehnte. Im Diorama zeigen wir ca. 300 Kürassiere bei ihrem Todesritt!

Insgesamt sind ca. 2500 Figuren auf dem Diorama!

 

Das Diorama wurde am Jahrestag der Schlacht, am 06. August 2023 feierlich durch den Bürgermeister Fröschweilers eingeweiht.

Wir haben mit der Gemeinde Fröschweiler vereinbart, das Diorama für fünf Jahre als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Danach möchten wir das Diorama in unsere eigenen Ausstellungsräume in Heilbad Heiligenstadt zurück überführen. Dort wird es dann Bestandteil unserer großen Dioramenausstellung „DIORAMICA“!

Wir haben dieses grenzüberschreitende internationale Projekt mit unseren französischen Freunden als sehr inspirierend empfunden. Wir haben, glaube ich einiges für die Völkerverständigung getan und wirklich neue Freunde gefunden.

 

Jetzt steht das schöne Diorama samt der beiden Artillerie-Dioramen also dauerhaft im Gemeinde-Museum Froeschwiller. Die Öffnungszeiten des Gemeindemuseums werde ich hier noch nachreichen. Viel Spaß mit den Bildern des Fröschweiler-Dioramas.

 

 

 

 

Galerie

Beispiele unserer Großdioramen und kleineren Dioramen  in der Dauerausstellung
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